Am 14. Juni 2026 stimmt die Schweiz über die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» ab. Diese gefährdet sowohl den Wohlstand als auch die Menschlichkeit der Schweiz. Denn sie setzt neben den Beziehungen zur EU auch das internationale Völkerrecht und den Flüchtlingsschutz aufs Spiel.
Die SVP-Initiative macht Schutzsuchende und Migrant:innen für Herausforderungen wie Umweltprobleme, Wohnungsnot oder ein überlastetes Gesundheitssystem verantwortlich – und setzt auf Abschottung statt auf Lösungen. Die Initiative verlangt, dass nicht mehr als 10 Millionen Menschen in der Schweiz leben dürfen. Sie definiert starre und extreme Massnahmen, die ergriffen werden müssen, um die Zuwanderung einzuschränken: Die Schweiz wäre gezwungen, internationale Abkommen aufzukündigen, zum Beispiel das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU, die Genfer Flüchtlingskonvention und andere Verträge, die die Rechte von geflüchteten Menschen, Migrant:innen und Arbeitnehmer:innen schützen.
Das schafft Unsicherheit und schürt Fremdenfeindlichkeit: Wird die Zuwanderung einseitig begrenzt, fehlen in zentralen Bereichen – etwa in der Pflege – dringend benötigte Arbeitskräfte. Werden völkerrechtliche Abkommen gekündigt, schadet dies nicht nur Migrant:innen und Geflüchteten, sondern uns allen. Deshalb empfiehlt HEKS ein klares NEIN zur Initiative.
Quelle: HEKS-Newsletter vom 13.04.2026

