Ehe, Partnerschaft und Familie

Ehe- und Generationen-Probleme: Beratungsstelle Ehe - Partnerschaft - Familie

Der Kirchliche Bezirk betreibt die Beratungsstelle für Ehe - Partnerschaft - Familie in Thun. Die Paartherapeuten Doris Hodel, Filip Pavlinec und Marianne Jaggi (Foto, v.l.n.r.) sind Ansprechpartner für Menschen in unbefriedigenden Partnerschaften. Sie arbeiten auf Spendenbasis und sind unter Tel. 033 222 56 88 zu erreichen.

Ein Fallbeispiel. Renate und Fred knallen sich seit einigen Wochen nur noch die Türe vor der Nase zu. Nach dem Auszug der Kinder haben sie komplett unterschiedliche Ansichten darüber, was das für sie beide, ihre Beziehung und ihre nun möglichen Aktivitäten heisst. Urs und Vera hatten gute Ideen zu Beginn ihrer Ehe, konnten sich gegenseitig aber auch einschätzen. „Es war so gut zu Beginn“, sagt Urs. Doch nach sechs Jahren kam die Trennung. „Wir hatten uns auseinander gelebt. Irgendwie war es plötzlich zu spät. Wir hätten früher miteinander reden sollen.“

Angebot des kirchlichen Bezirks Thun. Für die hier zitierten Paare oder Einzelpersonen stehen im ganzen Kanton Bern ausgebildete Paar- und Familientherapeuten der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn zur Verfügung. Diese  Beratungsstellen Ehe – Partnerschaft – Familie sind grundsätzlich kostenlos. Freiwillige Beiträge sind jedoch willkommen. Die Ehe- und Familienberatung an der Frutigenstrasse 29 in Thun gehört zum Angebot des Kirchlichen Bezirks des Amtes Thun.

In Thun stehen Doris Hodel Portmann, Integrative Paartherapeutin FPI, Marianne Jaggi, Katechetin und Sozialarbeiterin mit einer dreijährigen Zusatzausbildung in Paar- und Familientherapie, sowie Filip Pavlinec, Psychologe und Paar- und Familientherapeut, als Gesprächspartner zur Verfügung; nicht nur wenn die Ehe zum Problem wird, sondern auch bei Generationenkonflikten und nach einer bereits erfolgten Trennung. Die beiden Therapeuten helfen, die Konflikte selber anzugehen oder nach neuen Lösungen und Möglichkeiten zu suchen. „Es ist mein Ziel, eine gute Lösung mit den Betroffenen für alle Beteiligten zu finden“, sagt Doris Hodel.

Eine Konsultation dauert 60 bis 90 Minuten. Doris Hodel, Marianne Jaggi und Filip Pavlinec suchen gemeinsam mit den Hilfesuchenden den richtigen Weg in die Zukunft. Dabei spielen Gespräche auf allen Ebenen eine wichtige Rolle. Die Beratung und Führung von Frauen und Männern, die Schwierigkeiten in der Ehe haben, basiert auf gezielter Ausbildung, Erfahrungen in der Beratung und zu einem Teil auch aus persönlicher Lebenserfahrung mit der eigenen Partnerschaft und Familie.

Reden, zuhören, kommunizieren. Vor der ersten Konsultation bei einer Eheberatungsstelle sind in den meisten Fällen schon viele Konflikte ohne Resultat ausgetragen worden. „Es ist deshalb wichtig, schon in der Anfangsphase eines Konflikts eine Eheberatung in Anspruch nehmen“, betont Filip Pavlinec. Bei länger andauernden Konflikten wird die Lebenssituationen für die Beteiligten unerträglich und Eskalationen sind an der Tagesordnung. „Me cha nümm zäme rede“, heisst es dann. Bei vielen Klienten stellen Doris Hodel und Filip Pavlinec immer wieder fest, dass es an gemeinsamer Kommunikation fehlt. Sie empfehlen den  Paaren, schon mit dem  Beginn der Beziehung über alles zu reden, was sie bedrückt, freut oder ärgert, einander gegenseitig zuzuhören und dabei ruhig und überlegt zu kommunizieren.

Rechtzeitig Hilfe beanspruchen. Die Mitarbeitenden bei der Ehe- und Familienberatung Thun sehen sich nicht nur mit negativen Perspektiven konfrontiert. In zahlreichen Fällen konnten in den letzten Jahren gute Lösungen und positive, neue Perspektiven gefunden werden.

Anfragen für Beratung: Ehe- und Familienberatung, Frutigenstrasse 29, Thun.
Termine nach Vereinbarung: Tel. 033 222 56 88, beratungthun@bluewin.ch.

Weitere Informationen:
„Eheprobleme: Ohne Gespräche geht nichts mehr“, Artikel Gemeindeblatt Okt. 09 (pdf)
989 Beratungen im Jahr 2008: Statistik Eheberatung Thun (pdf)
Was Sie von der Beratungsstelle erwarten – und nicht erwarten können (pdf)
- Website der Berner Eheberatungsstellen: www.berner-eheberatung.ch.
- Medieninformation vom 12.11.2009: Eheberatung wird erweitert
- Medieninformation vom 29.01.2010: Neue Eheberaterin gewählt


Textbasis: Reformiertes Gemeindeblatt Thun, Okt. 2009; Bilder: Peter Zosso; Redaktion: Stephanie Keller


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